Fremdfasern von der Baumwolle zum Garn
Die ITMF hat weltweit zunehmende Kontamination der Baumwolle durch Fremdfasern festgestellt. Umgedreht verlangt der Markt eine Bereinigung der 2. Wahl, weil die guten Marken keine 2. Wahl verkaufen können, sondern die Ware lieber vernichten.
Die Bereinigung der Fremdstoffproblematik in den Endprodukten hat dadurch zunehmend an Bedeutung gewonnen.
Die Spinnerei C. B. Göldner GmbH & Co KG hat sich der Lösung des Problems weitgehend angenähert:
- Technische und organisatorische Maßnahmen sind über die gesamte Linie von der Ballenöffnung bis zum Umspulen verteilt, so dass nach dem Prinzip der Raffination höchstmögliche Garnreinheit hergestellt werden kann.
- Durch statistische Qualitätskontrollen und Korrelationsreihen lassen sich für besonders kritische Bedarfsfälle mit den Kunden festgelegte Reinheitsgrade präzise definieren und gewährleisten.
Für die Buntfasern ist damit eine aufwendige aber zunehmend mit ausgewählten Kunden praktizierte Lösung gefunden. Sie setzt allerdings voraus, dass der Weiterverarbeiter ebenfalls wie die Spinnerei C. B. Göldner GmbH & Co KG sich hohe Qualitätsanforderungen stellt, d. h. vor allem, dass eine regelmäßige Qualitätskontrolle existiert und die Rückverfolgbarkeit sichergestellt ist.
Die Problematik der farblosen oder weißen Kunststofffasern bleibt allerdings noch bestehen und kann bis heute nur durch organisatorische Maßnahmen bis hin zum Baumwollerzeuger beherrscht werden.
Bild 1: Beispiele gefundener Fremdstoffe in den Baumwollballen
Bild 2: Beispiele der Fremdstoffklassierung nach Loepfe Yarn Master 900 im Garn
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